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GOURANGA !!!

Hare Krishna in the News


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2. Juli 2006

Panorama: Das Krishna-Tal am Balaton (2006) @ 14:57


Lächelnde Gestalten in weißen Gewändern
Budapester Zeitung, Budapest, 26. Juni 2006

Panorama
Das Krishna-Tal am Balaton


Am Südufer des Balaton leben in einem Tal etwa 130 Menschen zusammen, die ein gemeinsames Ziel eint: der Wunsch, glücklich zu werden. Nicht das schnelle Vergnügen, den künstlichen Rausch oder die oberflächliche Freude streben die Mitglieder der Gemeinschaft an, sondern den spirituellen und langanhaltenden Zustand von Glückseligkeit. Der Weg dahin führt über das endlose Herunterbeten der bekannten Mantra-Gesänge, die sich um die Worte Hare, Krishna und Rama drehen und den Gläubigen in einen meditativen Trancezustand versetzen, der im besten Fall bewusstseinsverändernd ist und zu Vollkommenheit führt.

Die Landschaft, die sich hinter dem Eingang des Krisna-völgy (Krishna-Tal) erstreckt, macht einen ausgesprochen unwirklichen Eindruck. Auf 230 Hektar Land versammeln sich perfekt angeordnete Bäume, gepflegte Pflanzen, ein kleiner Bach und farbenfrohe Neubauten. Das gesamte Gelände wirkt so ordentlich, so aufgeräumt, so arrangiert, dass man unwillkürlich an eine Filmkulisse denken muss. Und wie zur Bestätigung dieses Eindrucks wandeln gelegentlich verschleierte Frauen und Männer mit Strohhüten durch die Szenerie. Bei ihren bedächtigen Schritten wehen ihre weißen Gewänder, und wenn sie näher kommen und mit ,,Gouranga“ (Sei glücklich) grüßen, dann zeigt sich bei jedem einzelnen dieses gewisse Hare-Krishna-Lächeln.


Vom Vollblut-Atheist zum Dvaipáyana dása

Auch die kleinen Fältchen in Dvaipáyana dásas Gesicht bilden die Form eines immer währenden Lächelns. Früher hieß er László Gyöngyösi, war Lehrer für Mathematik und Physik in Szeged und ein Vollblut-Atheist: ,,Ich konnte es nicht ertragen, wenn sich andere über Gott unterhalten haben“, erzählt er. Trotzdem blieben Fragen, die ihm weder Lehrer noch Universitätsprofessoren beantworten konnten: Was ist die vierte Dimension? Wie kann die Zeit überwunden werden? Was befindet sich hinter der Grenze des Universums?

Eines Tages traf Gyöngyösi einen Hare-Krishna-Anhänger auf der Straße, der dort Bücher verkaufte und Spenden sammelte. Er begann mit ihm zu diskutieren und bekam innerhalb von zwei Minuten Antworten auf seine Fragen. Nach einer skeptischen Phase, vielen Testfragen und gar Kreuzverhören war sein Interesse an der Bewegung geweckt.

Dieses Interesse führte ihn 1995 schließlich ins Krishna-Tal, eine Art Dorfgemeinschaft, die zwei Jahre vorher unter den Fahnen der Hare-Krishna-Bewegung Iskcon (,,International Society for Krishna Consciousness“) gegründet worden war. Sein bisheriges Leben und seinen Namen ließ der damals 25-Jährige zurück. Er wurde zu Dvaipáyana dása, wobei der erste Teil wörtlich übersetzt ,,der auf der Insel Geborene“ bedeutet, während der zweite Teil ,,Diener Gottes“ heißt. Seine Eltern waren zunächst nicht begeistert von der Idee, heute besuchen sie ihn regelmäßig. Seinen Beitrag zur Gemeinschaft leistet er, indem er Touristen, Schulklassen und Interessierte durch das Dorf führt. Geld bekommt er dafür nicht, stattdessen wird ihm eine Art Kredit eingeräumt, mit dem er im Laden des Tals einkaufen kann.

Auf dem Kopf trägt Dvaipáyana einen Turban, zwischen den Augenbrauen hat er mit gelbem Pulver ein Symbol gezeichnet und der Oberkörper ist durch ein langes Hemd bedeckt. Die Farben des vier Meter langen Tuches, das er sich jeden Morgen um die Hüften wickelt, und der Ring am linken Ringfinger zeigen an, dass er verheiratet ist.


Die Frau muss beschützt werden

Ehen werden in der Hare-Krishna-Gemeinschaft arrangiert. ,,Ein entscheidender Punkt ist, ob die Sterne dafür sprechen, dass das Paar zusammenpasst“, erklärt er. Nach einer Art Verlobungszeit, in der eine dritte Person den beiden potenziellen Eheleuten zur Seite steht, folgt die Hochzeit. Scheidung ist nicht erlaubt. Fast alle Frauen werden verheiratet, weil sie ,,den Schutz des Mannes brauchen – erst den des Vaters, dann den des Ehemannes und als Witwe den des Sohnes“, meint Dvaipáyana. Für Männer gilt das nicht. Sie müssen nicht zwangsläufig heiraten. ,,Wer in seinem Herzen die Kraft zur Keuschheit trägt, der sollte auf Sexualität verzichten“, erklärt er.

Nicht nur die Ehe, auch die Gemeinschaft im Tal ist strikt hierarchisch aufgebaut. Für die Verwaltung und die Gesetzgebung ist ein Tempelrat zuständig, dem fünf Mitglieder angehören. ,,Sie werden nicht gewählt, sondern sind auserwählt. Sie stehen auf einer höheren spirituellen Ebene und haben damit die Fähigkeit zu leiten“, erklärt er. Neben den Entscheidungen des Rates gibt es religiöse Regeln, die das Leben der Gemeindemitglieder bestimmen. Die vier wichtigsten sind: Verzicht auf Fleisch, Verzicht auf Glücksspiel, Verzicht auf Drogen jeglicher Art und Sex nur in der Ehe und ausschließlich zum Zwecke der Fortpflanzung.

,,Diese Gesetze mögen vielen westlich geprägten Menschen streng erscheinen, sie sind aber notwenig, um unsere Religion zu praktizieren.“ Die meisten Anhänger der Hare-Krishna-Bewegung – Dvaipáyana schätzt sie in Ungarn auf etwa 9.000 – führen aber ein weniger konsequentes Leben. Sie beten täglich, ernähren sich vegetarisch und praktizieren Yoga. Aus diesen Kreisen bekommt die Gemeinschaft auch große finanzielle Zuwendungen. Den Bau der Schule beispielsweise, in der vier Lehrer für zwei Schüler zuständig sind, hat eine ungarische Geschäftsfrau ermöglicht.

Die beiden anderen Säulen der Finanzierung sind das Einkommen, das die Dorfbewohner aus Eintrittsgeldern, dem Restaurant und dem Gästehaus beziehen, und das Prinzip des möglichst einfachen und damit sparsamen Lebens. Strom gibt es im Krishna-Tal nur über ein paar Solarzellen und Windräder, die Küche verwendet viel selbst angebautes Gemüse und die Milch der 30 Kühe der Gemeinschaft. Allerdings werden zur Pflege der Grünanlagen Menschen von außerhalb angestellt. Überhaupt lassen die exakt durchgeplante Anlage mit den vielen neuen Gebäuden, die Hochglanzprospekte, der Internetauftritt und die vielen Unterhaltungsangebote für Touristen nicht eben auf ein möglichst einfaches und ursprüngliches Leben schließen. Und auch die lächelnde Offenheit im Gesicht von Dvaipáyana, sein Interesse an den Ansichten anderer wandelt sich, sobald er das farbenfrohe und reine Gebetshaus betritt.

Dann fragt er nach der Haarfarbe Gottes, setzt dabei dessen Existenz und seine Form als absolute Wahrheit voraus und lässt sich auf keine Diskussion mehr ein. Das bislang offene Gespräch nimmt vorgefertigte Formen an und aus jedem Satz, aus jeder Frage blitzt der Drang der Missionierung hervor. Offensichtlich gehört dieses überzeugende Element zu seinen Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft und letztlich auch zu seiner Religion.

Krisna-völgy
8699 Somogyvámos
Tel.: 0685 / 34 04 22
www.krisna-volgy.hu
 

15. Juni 2006

2005: ISKCON-Splittergruppe in New York @ 15:24


MY WEEK OF LIVING WITH THE KRISHNAS NEXT DOOR

By HEATHER GILMORE

http://www.nypost.com/news/regionalnews/41810.htm und hier

Meine Woche bei den Hare Krishnas

New York Post, 27 März 2005 – Sogar deine Mama würde sich hier wohlfühlen", steht auf dem schreiend-pinkfarbenen Flyer. Klar, wenn sie auf Bongos steht, auf Meditationsgesänge und auf Karnickelfutter, das von einem verurteilten Verbrecher geweiht wurde.

Verborgen im Herzen des schicken New Yorker East-Village-Viertels liegt "Das Heiligtum" (The Sanctuary). Die Herberge wird betrieben von der so genannten "Religionsübergreifenden Liga der Gottesdiener" (Interfaith League of Devotees), einer Splittergruppe der Hare Krishnas - ein Haufen safrangewandeter "Gottesdiener" mit rasierten Köpfen, der versucht, junge Menschen in ihre spleenige Religion zu locken – durch das Angebot einer billigen, und manchmal sogar kostenlosen Unterkunft.

Nachdem ein Pärchen wegen ihrer Weigerung, sich blöden Hare-Krishna-Praktiken zu beugen aus der Absteige in der First Avenue hinausgeschmissen worden war, begaben sich diese Woche ein Reporter und ein Photograph der "Post" dorthin, um für sechs Tage als vorgeblich Ortsfremde das vegane Bred-and-Breakfast einmal unter die Lupe zu nehmen.

"Wir dachten, es wäre so was wie eine glückliche kleine Hippie-Kommune", sagte Meagan Fladwood (22), die mit ihrem Ehemann Jason Christ (30) bis zum 21. März 2005 den Raum 5C für drei Wochen bewohnt hatte – dann wurden sie ihren Angaben nach gezwungen auszuziehen, und zwar durch die Verwalterin der Interfaith League, die sich selbst "Immerwährende Liebe" nennt.

"Sie sagte, wir würden uns nicht 'zu den anderen Gästen und Gottesdienern gesellen'. Wir waren geschockt, denn wir hatten ja nur ein Dach über dem Kopf gesucht, und keine neue Religion."

Die Anzeigen, die auf Handzetteln in der Umgebung und auf der Internetseite Craigslist für eine "hübsche Unterkunft und ruhige, saubere Zimmer" werben, erwähren mit keinem Wort die Interfaith League oder ihren dort beheimateten Führer, Kirtanananda Swami Bhaktipada. Er wurde im Juni 2004 nach neunjähriger Haftzeit aus einem Bundesgefängnis entlassen. Als "der Guru" hatte er Bettel- und Spendenbetrug organisiert, bei dem insgesamt 10,5 Millionen Dollar ergaunert wurden.

"Wir wussten nicht, wo wir hin sollten", sagte Fladwood. "Uns wurde gesagt, unsere Bedenken dem Guru vorzutragen. Er gab uns die Adresse von einem Obdachlosenheim und sagte, wir sollten den Hare-Krishna-Gesang beten."

Und beten, das tun sie.

Jeden Morgen um 6.15 Uhr werden die Bewohner aus dem Schlaf gerissen vom Klimpern der Zimbeln und dem Dröhnen der Bongos, die stundenlang vom Tempel in der dritten Etage drei Stockwerke weit zu hören sind. Bei dem lauten Krach sind die monotonen Hare-Krishna-Gesänge glücklicherweise nicht mehr zu hören.

Ab dem späten Nachmittag durchweht alle Etagen des "Heiligtums" der Geruch übermäßig gewürzter Bohnen und Kartoffeln. "Gottgeweihte" mit Gesichtsbemalung und "Rattenschwänzchen" am Hinterkopf haben sie zubereitet. Der Guru segnet die Speisen für das Restaurant in der Ladenfront im Erdgeschoß, welches um 17 Uhr öffnet.

Ab 18. 30 Uhr wird wieder "Hare Krishna" gesungen, diesmal für noch eine Stunde. Nach fünf Tagen, wie Fladwood es ausdrückt: "Ein Gästehaus aus der Hölle."

1992 hatte die Interfaith League durch Buchverkäufe und Bettelei genug Geld beisammen, um das verfallene sechsstöckige Gebäude zum Preis von 500 000 US-Dollar zu erwerben. Nach sechsjähriger Renovierungszeit öffnete "Das Heiligtum" mit einem Angebot von 14 Zimmern für Gäste, 16 Zimmern für Hare Krishnas, einem mit Gold überladenen Tempelraum sowie Begegnungsräumen für Yoga-Kurse und die Anonymen Alkoholiker.

Ein Einzelzimmer mit Tisch und einem Einzelbett kostet 65 US-Dollar pro Nacht oder 300 US-Dollar pro Woche. Ein bescheiden eingerichtetes Doppelzimmer mit Tisch und einem Doppelbett kostet 95 US-Dollar pro Nacht oder 500 US-Dollar pro Woche. Alle Räume sind ohne Türschloss. Lediglich auf einer Etage war die Küche abgeschlossen, damit Gäste nicht ihr eigenes "ungeweihtes" Essen zubereiten, das – oh Schreck – vielleicht sogar Fleisch enthält.

Adi Purusha Das, der Vorsitzende der Interfaith League, bot unseren Undercover-Journalisten an, er würde ihnen einen Teil der Miete erlassen. Dafür sollten sie zwei Stunden pro Tag arbeiten, entweder als Verteiler für die die irreführenden Handzettel, oder in der von starken Gerüchen erfüllten Küche. Sie wählten das erstere.

"Die Unterkunft ist umsonst, wenn ihr hierher kommt, um Gott zu dienen und in den heiligen Schriften zu lesen", so Purusha. "Wir begrüßen wirklich die 'Selbstverwirklichung' und wollen sie so leicht wie möglich machen."

Zwei Tage vor dem Ende ihres Aufenthalts bekamen die Journalisten von Purusha drei Hare-Krishna-Bücher geliehen. Eines davon, verfasst 1986, war ein Werk von Bhaktipada, "Krishna and Christ" (Krishna und Christus) - geschrieben in dem selben Jahr, indem er angeblich gegenüber einem seiner Jünger äußerte, es sei okay, einen anderen Jünger zu erschießen und zu erstechen, weil jener angeblich die Frau des Betreffenden vergewaltigt hatte.

Von dieser Anklage wurde Bhaktipada zwar freigesprochen, aber die Strafe, die Bhaktipada für das Leiten von Bettel- und Spendenbetrugsringen abgesessen hat, hat den einstmals photogenen Guru eindeutig altern lassen. Er hat bei beiden Beinen die Gehfähigkeit und auf einem Auge die Sehkraft verloren. Anmerkung: Diese Verletzungen rühren nicht vom Gefängnis her, sondern vom tätlichen Angriff eines Hare Krishnas mit einer Eisenstange, siehe Link. Ein orangefarbenes Sweatshirt, eine weiße Schlafanzughose und Söckchen sind anstelle von Safrangewändern jeden Tag seine Bekleidung.

Das seltsamste Erlebnis während dieser sechs Tage war das kurze, merkwürdige Treffen mit Bhaktipada in seinem zur Frontseite hinausgehenden Einzelzimmer, direkt neben dem Tempelraum.

Bhaktipada äußerte, er verbringe seine Zeit damit, das Hare-Krishna-Mantra zu singen und Bücher zu schreiben. Zur Zeit arbeite er an einem Buch, welches die Bibel entsprechend der Lehren von Hare Krishna auslegt. Bedient wurde Bhaktipada von einem unter seiner Robe scheinbar nackten indischen Hare-Krishna-Knaben, und von einem älteren amerikanischen Jünger, der ein weißes T-Shirt und ein gelbes Mönchsgewand trug.

Bei der Frage, ob er seine ehemalige Hare-Krishna-Kommune "New Vrindaban" im Staat West Virginia, die zu ihrer Glanzzeit im Jahre 1987 5000 Morgen (20 qkm) Land und mehr als 700 Mitglieder umfasst hatte, denn vermisse, guckte Bhaktipada beleidigt.

"Ich bin hier, um Krishna zu dienen", sagte er. "Ich werde sein, wo immer er mich haben will."

Als die Plauderei endete, versuchte Bhaktipada vom Rollstuhl aus sich hinüberzubeugen, um nach einem Silbertablett mit Trockenobst und Nüssen zu greifen. "Es ist Tradition bei uns, dass wir unseren Gästen diese geweihte Kost anbieten." Als der indische Knabe merkte, dass sein Guru Hilfe benötigte, stolperte er fast über seine Robe, um das Tablett mit der Knabberkost zu holen und es den Gästen anzubieten.

"Du bist einfach nicht hilfsbereit genug", herrschte Bhaktipada den Knaben an.

Website von Bhaktipada>
 

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